Unsere Weiterbildungen sind exakt an den Richtlinien und Qualitätsstandards des Bundesverbands Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) ausgerichtet. Als BVL-zertifizierte Weiterbildungseinrichtung sind wir dazu berechtigt, Teilnehmern nach erfolgreichem Abschluss den Titel „Dyslexietherapeut nach BVL®“ und „Dyskalkulietherapeut nach BVL“ zu verleihen. Wir bieten Ihnen an

Kombinationsweiterbildung
Dyslexietherapeut nach BVL®  und Dyskalkulietherapeut nach BVL® (zusammen in einem Kursdurchgang)

Kompakt-Weiterbildungen
Dyslexietherapeut nach BVL® (nur Dyslexie)
Dyskalkulietherapeut nach BVL® (nur Dyskalkulie)

Aufbau-Weiterbildungen
Dyslexietherapeut nach BVL® (aufbauend auf eine bereits absolvierte BVL-Dyskalkulie-Weiterbildung)
Dyskalkulietherapeut nach BVL® (aufbauend auf eine bereits absolvierte BVL-Dyslexie-Weiterbildung)

Hier finden Sie alles Wichtige zu unserem Konzept und Aufbau unserer Weiterbildungen. Und hier kommen Sie direkt zu unseren Kursplänen mit allen Seminaren und Terminen.  

Nutzen der BVL-Weiterbildungen

Ca. 3 - 5 % aller Kinder sind von Legasthenie, Dyskalkulie und/oder Aufmerksamkeitsstörungen betroffen. So gibt es unzählige Kinder, die professionelle Hilfe benötigen. Die Nachfrage nach qualifizierten Lerntherapien ist groß, denn die betroffenen Kinder und Familien leiden unter den Schwierigkeiten, vor allem bei dem immer weiter steigenden schulischen Druck, meist sehr.

Lerntherapie ist jedoch ein komplexes Therapieangebot, das solides Fachwissen aus Wissenschaft und Praxis voraussetzen muss. Das Ausbildungsangebot für Lerntherapeuten ist jedoch sehr undurchsichtig, die Lerntherapie ist (noch) kein geschütztes Berufsbild, so dass für Eltern oftmals unklar ist, welche Qualifikation ein Therapeut, dem sie ihr Kind anvertrauen, mitbringt. Die Ausbildungsstandards des BVL und des FiL schaffen hier Transparenz - sowohl für Eltern bei der Therapeutensuche, als auch für Weiterbildungs-Interessierte, da den beiden Weiterbildungen jeweils klar definierte Anforderungen zugrunde liegen. Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) hat in Zusammenarbeit mit seinem wissenschaftlichen Beirat einen Ausbildungsstandard zur Weiterbildung von Legasthenie- und Dyskalkulie-Therapeuten geschaffen, der FiL einen weiteren. Bei erfolgreichem Abschluss führen die Weiterbildungen zu den BVL-Titeln "Dyslexietherapeut nach BVL®" und/oder "Dyskalkulietherapeut nach BVL" bzw. "Integrativer Lerntherapeut FiL". 

Unser Ausbildungsinstitut erfüllt die hohen Qualitätsanforderungen des BVL und des FiL, und so wurden wir 2008 vom BVL, 2015 vom FiL zertifiziert. Dies stellt ein fundiertes Konzept und systematisch aufgebaute Inhalte sicher, die den aktuellen Erkenntnissen und Forschungsbefunden entsprechen. 

Die Titel haben eine sehr positive Außenwirkung und sind ausgesprochen anerkannt. Die allermeisten Jugendämter fordern (neben einer entsprechenden Grundausbildung, die von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich ist) die BVL-Weiterbildung. Der FiL-Titel ist eine zusätzliche Qualifizierung, mit denen die Standards und hohen Anforderungen des FiL nach außen sichtbar gemacht werden. Praxen, die BVL- bzw. FiL-Therapeuten haben, zeichnen sich somit durch besondere Qualitätsstandards aus.

Bei erfolgter Zertifizierung erfolgt eine Aufnahme in die Therapeuten-Liste auf der Homepage des BVL bzw. FiL - so können Eltern Sie schnell finden. Ein Zertifikat Ihres BVL- bzw. FiL-Titels ist für Ihre Außendarstellung ebenfalls ungemein wertvoll.  

Die Weiterbildung zeigt sowohl den Jugendämtern (Kostenträger für die Legasthenie-Therapie) als auch den betroffenen Eltern, dass der Therapeut eine Weiterbildung mit außergewöhnlich hohen Ausbildungsstandards besucht hat und bringt neben dem Fachwissen somit einen hohen Zusatznutzen in der Außendarstellung.

Viele Therapeuten bauen sich mit den Weiterbildungen zudem ein zweites Standbein auf, um ihren Kundenkreis erweitern zu können. Bereits in vielen Abschlussprüfungen hören wir mit Freude von unseren Teilnehmern "ich bin bereits jetzt voll ausgelastet". Andere suchen nach neuen beruflichen Perspektiven und Herausforderungen. Sie können mit dem Beruf als Lerntherapeut oftmals neue, für sie stimmigere Wege gehen.

Profitieren auch Sie von dem Wert, den die FiL-Weiterbildung in vielerlei Hinsicht für Sie bringen wird.

Die BVL-Weiterbildung bildet dabei das Fundament. Um den FiL-Titel er erwerben, werden in unserem Konzept der Weiterbildungen aufbauend darauf weitere Zusatzmodule besucht, die zur FiL-Zertifizierung führen.

Aufbau der Weiterbildungen

Unser Weiterbildungskonzept lebt von der Kompetenz und dem besonderen Engagement der Ausbildungsleiterin, den hoch qualifizierten und engagierten Dozenten sowie unserer individuellen Teilnehmerbetreuung. Unsere Weiterbildungen sind gekennzeichnet von einer engen Verflechtung aus theoretischem Wissen und einem enormen praktischen Erfahrungsschatz, der sich aus unserer täglichen Arbeit in der angegliederten lerntherapeutischen Praxis stets weiterentwickelt und von dem Sie als Teilnehmer profitieren können. Bei erfolgreicher Teilnahme an allen Modulen wird ein Ausbildungs-Zertifikat verliehen, das dazu berechtigt, den BVL-Titel zu führen.

Die Weiterbildungen gliedern sich in einen

  • theoretischen Teil mit vielen interessanten Seminaren, Literaturstudium und anschließender Zwischenprüfung
  • praktischen Teil mit Supervision, Hospitation sowie der Behandlung und Dokumentation eigener Ausbildungsfälle
  • Abschlussprüfung mit Zertifikatserteilung

Die Weiterbildungen können berufsbegleitend absolviert werden, die Seminare und Supervisionen finden an Wochenenden und teilweise in den bayrischen Schulferien statt. Dauer des Theorieteils ist jeweils von Juni bis Dezember, im Folgejahr schließt sich der praktische Teil an. Der Abschluss kann somit frühestens innerhalb von eineinhalb Jahren verwirklicht werden.

Hier finden Sie den Aufbau im Überblick. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch über den genauen Ablauf. Vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin!

Hier finden Sie auch unser Merkblatt zu den Weiterbildungen mit allen Informationen im Überblick.

 

Zulassungsvoraussetzungen

Die Teilnahme an dem Weiterbildungslehrgang ist für Berufsgruppen aus dem therapeutischen und pädagogischen Bereich möglich.  Um die Weiterbildung mit den BVL-Titeln abschließen zu können, werden nach Vorgaben des BVL bestimmte Berufsgruppen zugelassen, die bereits über besondere Vorkenntnisse aus ihrer Ausbildung verfügen.

Zulassungsvoraussetzungen für die Dyslexie-Weiterbildung
Als berufliche Qualifikation der Teilnehmer wird vorausgesetzt
ein abgeschlossenes Hochschulstudium
 • mit pädagogisch-psychologischer Ausrichtung,
 • sprachheiltherapeutischer Ausrichtung oder
 • medizinischer Ausrichtung (mit psychotherapeutischer oder psychiatrischer Ausbildung)
oder Logopäden / Sprachtherapeuten
 • Diplom-Logopäden
 • andere akademisch qualifizierte Logopäden
 • Abiturienten mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum Logopäden (staatlich anerkannte Schule) und     mindestens zweijähriger Berufserfahrung

Zulassungsvoraussetzungen für die Dyskalkulie-Weiterbildung
Als berufliche Qualifikation der Teilnehmer wird vorausgesetzt
ein abgeschlossenes Hochschulstudium
• mit pädagogisch-psychologischer Ausrichtung,
• medizinischer Ausrichtung (mit psychotherapeutischer oder psychiatrischer Ausbildung)

Sonderzulassung
Bewerber, die die genannten beruflichen Qualifikationen nicht erfüllen, müssen aus nahe stehenden Berufen kommen und eine gewisse persönliche Eignung vorweisen:
 • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung 
 • schriftliche Nachweise über besuchte Fortbildungen
 • ein persönliches Aufnahmegespräch mit der Ausbildungsleitung
Die Zulassung zur Weiterbildung wird mit dem BVL abgestimmt.

Teilnahme ohne Sonderzulassung
Für Bewerber, die keine Sonderzulassung erhalten können, ist die Teilnahme dennoch möglich. Die Weiterbildungen können vollständig durchlaufen werden, allerdings kann nach Abschluss die Erlaubnis zum Führen des BVL-Titels nicht verliehen werden. Der Teilnehmer erhält ein ausbildungsinternes Zertifikat, das die Teilnahme an der BVL-Weiterbildung genau dokumentiert. 
Wird kein Titel angestrebt, kann die Weiterbildung auch in bestimmten Modulen besucht werden, z.B. nur der theoretische Teil. Gerne beraten wir Sie persönlich.

Persönliche Ressourcen
Von der Ausbildungsleitung wird eine hohe Motivation, Integrität, Lernfreude, Offenheit und ein anerkennender Umgang mit Kurs-Kolleg(innen) und Dozenten gewünscht. Einen ressourcenorientierten, wertschätzenden Umgang in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien sehen wir als selbstverständlich an.

Vorkenntnisse
Für den Besuch der Weiterbildung wird vom BVL eine Liste an Vorkenntnissen vorgegeben, die vorab bzw. während des theoretischen Teils anhand eines eigenständigen Literaturstudiums erarbeitet werden muss. Je nach bestehender Berufsausbildung müssen noch fehlende Inhalte ergänzend erarbeitet werden. 

Inhaltliches Konzept

Das therapeutische Konzept, das wir in unseren Weiterbildungen vermitteln, basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen, einschlägigen Empfehlungen wie den S3-Leitlinien, evaluierten Therapiekonzepten und Förderkomponenten sowie über zehnjähriger therapeutischer Erfahrung.

Unser Therapiekonzept ist integrativ und umfassend. Es berücksichtigt jedes Kind / Jugendlichen in seiner individuellen Ganzheit, unter Beachtung aller Stärken, aber auch der individuellen Defizite, die gezielt trainiert werden. Ressourcen- und Resilienzförderung und psychotherapeutische Elemente sehen wir als unverzichtbar an, sie sind das tragende Element der Lerntherapie. Die Emotionen, inneren Überzeugungen, Selbstwirksamkeitsgefühle und das Selbstvertrauen werden in der Therapie gestärkt. Im Rahmen der Weiterbildung werden wertvolle therapeutische Tools hierfür besprochen und Materialtipps gegeben.

Ein weiterer wichtiger Baustein für eine umfassende, integrative Lerntherapie ist die Berücksichtigung von neuropsychologischen Basisfunktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wahrnehmung, Sprache und logisches Denken / Handlungsplanung. Defizite in diesen Bereichen wirken sich oftmals erheblich auf die Lernprozesse aus und erschweren den Erwerb der Lese-/Rechtschreib- bzw. Rechenfertigkeiten. Therapeutische Elemente in diesen Bereichen sehen wir daher als nicht wegzudenken an, weshalb in unsere Weiterbildung therapeutische Tools hierfür einfließen. Für individuelle, integrative Behandlungskonzepte. So sind auch unsere Teilnehmer einen Schritt weiter.

Hoch systematisch aufgebaute, stufenweise Förderkonzepte für das Lesen und Rechtschreiben bzw. Rechnen sind für uns selbstverständlich. Unsere Teilnehmer erhalten konkrete Anleitungen für systematisch aufgebaute Therapien, mit detaillierten, schrittweisen Handlungsanleitungen, Materialhinweisen und der Einübung konkreter Methoden. So können sich unsere Teilnehmer in der Material- und Methodenvielfalt, die auf dem Markt angeboten wird, leicht zurechtfinden und für jede Kompetenzstufe ihrer Klienten das Passende auswählen. So kann das so unendlich wichtige "Arbeiten an der Null-Fehler-Grenze" gelingen.

Im therapeutischen Aufbau arbeiten wir, beginnend bei der Null-Fehler-Grenze, immer einen Schritt voran - das Gelernte wird automatisiert und immer wieder mittransportiert, Neues kommt schrittweise hinzu. Orientiert an wissenschaftlichen Modellen zum Schriftsprach- bzw. Rechenerwerb und mit definierter Sprachsystematik (so lange ein Kind z.B. keine Regeln zur Dehnung gelernt hat, bekommt es kein Wort dazu in der Therapie diktiert - jede Regel findet erst nach ihrer Einführung Verwendung). So kann das Kind immer da Gefühl haben "ich kann es schaffen - eigentlich gar nicht so schwer!"

Begleitende Elternberatung schafft Entlastung, Anleitung der Eltern für das Training zu Hause ermöglicht Automatisierung und Transfer in den Alltag. Netzwerkarbeit mit Pädagogen und behandelnden Ärzten sind ebenfalls ein wichtiger Baustein der Therapie.  

Wir stehen in unserer Praxis für eine integrative Therapie, die jedem Kind individuell gerecht wird - und genau das vermitteln wir in unseren Fort- und Weiterbildungen. Ein Konzept, das seit über zehn Jahren unzähligen Kindern und Familien entlastet und ihnen neue Wege eröffnet hat. Wir freuen uns darauf, Sie daran teilhaben zu lassen!

 

Hier finden Sie die Grundsätze der Lerntherapie des FIL, an denen wir uns auch in der Weiterbildung orientieren:

Quelle: FiL, Homepage des Fachverbands für integrative Lerntherapie FiL

Was ist Lerntherapie?

Die integrative Lerntherapie ist eine Therapie zur Behandlung von Lernstörungen wie die Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie, LRS) und/oder die Rechenstörung (Dyskalkulie) sowie allen damit in Verbindung stehenden anderen psychischen Störungen der Emotion oder des Verhaltens.

In der integrativen Lerntherapie sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus Pädagogik, Psychologie, Medizin und den Fachdidaktiken Deutsch und Mathematik zusammengefasst. Die lerntherapeutischen Interventionen haben das Ziel, geleitet durch einen Diagnose- und Therapieplan die Lernstörungen zu behandeln, die seelische Gesundheit wieder herzustellen, das Teilhaberisiko abzubauen und das umgebende System (Eltern, Lehrer usw.) in die Entwicklung positiver Lernerfahrungen der Kinder einzubeziehen und bezogen auf die Störung wieder handlungsfähig zu machen.

Therapeutisch begleitet finden die Kinder einen neuen Zugang zur Schriftsprache und/oder Mathematik. Sie überwinden ihre Schwierigkeiten, stärken ihr Selbstvertrauen, entdecken und entfalten ihre Kompetenzen.

Lerntherapie ist immer Hilfe zur Selbsthilfe!

Das lerntherapeutische Angebot setzt sich zusammen aus:

1. Anamnese und Diagnostik
Mit Hilfe von standardisierten und informellen Testverfahren, strukturierten Beobachtungen und Befragungen werden Daten zur Vorgeschichte und der aktuellen Situation des Kindes sowie des beteiligten sozialen Systems erhoben und analysiert.

2. Therapieplan
Gemeinsam mit allen Beteiligten werden die Ressourcen, der individuelle Förderbedarf sowie die Erwartungen und Ziele von Kindern, Eltern und Lehrern erfasst und abgestimmt sowie Maßnahmen zur Umsetzung fixiert. Dabei wird geprüft, ob und in welcher Form weitere therapeutische Fachkräfte wie Ergo-, Sprach- oder Psychotherapeuten die Förderung zusätzlich unterstützen sollen.

3. Lerntherapeutischer Prozess
Der Schwerpunkt der therapeutischen Maßnahmen liegt auf der Abwendung der seelischen Belastungen von Kind und Familie. Lerntherapeutische Interventionen können vielfältige sein, verbinden aber immer psychotherapeutische und fachdidaktische Maßnahmen und Methoden. Ausgehend von den Stärken wird das Vorgehen so geplant, dass die Kinder von Anfang an Erfolge haben. Sie lernen, sich und ihr Können selbst einzuschätzen und einen persönlichen Maßstab zu entwickeln, Lob anzunehmen und sich selbst zu loben. Sie erleben, dass sie trotz ihrer Lernschwierigkeiten Fortschritte machen und Ziele erreichen können. Sie entdecken und erfahren, wie sie lernen, besonders in den belasteten Leistungsbereichen. Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt und sie gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dadurch erleben sich die Kinder wieder positiv und kompetent. Diese Erfahrungen nutzen sie für weitere Lernfelder.

4. Prozessdiagnostik
Die lerntherapeutischen Maßnahmen und die individuelle Entwicklung des Kindes und des sozialen Umfeldes werden dokumentiert und evaluiert, um das therapeutische Handeln fortdauernd anzupassen. Zu jedem Zeitpunkt kann der bisherige Verlauf, der momentane Stand und das therapeutische Vorgehen dargestellt und begründet werden.

5. Begleitende Beratung
Lehrer und Eltern werden als Beteiligte in den lerntherapeutischen Prozess einbezogen. Nur so kann sich die Lernsituation des Kindes dauerhaft positiv verändern. Sie erfahren, wie sie die Fortschritte der Kinder erkennen und würdigen können. Häusliche und schulische Unterstützungsmöglichkeiten werden besprochen und auf den Therapiestand abgestimmt. Zur lerntherapeutischen Förderung gehört ggf. auch die enge Zusammenarbeit mit Ärzten und weiteren Therapeuten, um abzustimmen, wie dem Kind am besten geholfen werden kann.

6. Therapieabschluss
Die integrative Lerntherapie endet, wenn die definierten Ziele erreicht sind, die Kinder wieder erfolgreich am schulischen Lernen teilhaben und die Verantwortung für ihr Lernen selbst übernehmen können. Alle Beteiligten besprechen die Entwicklung sowie eventuell weiterführende Maßnahmen.

Theoretischer Teil

Die Ausbildung ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert. Der theoretische Teil findet im Zeitraum von Juni bis zum darauf folgenden Frühjahr statt und umfasst in intensiven Seminartagen mit herausragenden Dozenten die Themenbereiche

  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs bzw. des Rechnens
  • Psychologische Grundlagen von Legasthenie bzw. Dyskalkulie
  • Formale Rahmenbedingungen
  • Diagnostik
  • Behandlung und Förderung in der Legasthenie- bzw. Dyskalkulie-Therapie sowie begleitende Behandlungsansätze (Verhaltenstherapie, Gesprächsführung und Beratung, psychotherapeutische Elemente und lerntherapeutische Elemente) => Sie erhalten konkrete Handlungsanleitungen systematisch aufgebauter Therapiekonzepte, so dass Sie sich in den vielen Materialien und Methoden schnell und sicher zurechtfinden können

Begleitend zum theoretischen Teil ist ein umfassendes Literaturstudium gefordert, das die vermittelten Inhalte in den Seminaren vertieft und ergänzt. Wir wählen die Literaturliste sorgfältig aus, damit Sie bestmöglich davon profitieren. Gerne beraten wir Sie zum Literaturstudium.

Im Anschluss an den theoretischen Teil findet im Januar eine schriftliche Zwischenprüfung statt, mit deren erfolgreicher Teilnahme die Zulassung zum praktischen Teil der Weiterbildung erfolgt.

Alle Termine des theoretischen Teils finden Sie hier.

Praktischer Teil

Der praktische Teil der Weiterbildung dient der Begleitung in die berufliche Tätigkeit. Kernstück des praktischen Teils ist die Behandlung erster eigener Ausbildungsfälle, in der das erlernte Wissen umgesetzt wird und die Therapien systematisch geplant werden. Die Qualitätssicherung erfolgt durch begleitende Supervisionen.

Der praktische Teil (Anzahl an Stunden siehe Tabelle unten) gliedert sich in

  • Supervision : Sie besprechen in ca. 6- bis 8-wöchigem Turnus Ihre eigenen Behandlungsfälle in Ihrer Supervisionsgruppe. So erhalten Sie konkrete Anleitung und Unterstützung in Ihren ersten Behandlungsfällen.
  • Hospitation: In Hospitationen sehen Sie anderen Therapeuten während der Behandlung zu. Sie erhalten eine Liste an ehemaligen Absolventen, an die Sie sich wenden können. Die Suche nach Hospitationsplätzen erfolgt in Eigenverantwortung und kann in Wohnortnähe durchgeführt werden. Teile der geforderten Hospitationsstunden können über Video-Hospitation absolviert werden. Sie sehen sich dann im Rahmen eines Seminartages Therapiestunden an, die die Ausbildungsleitung selbst durchgeführt und auf Video aufgezeichnet hat.
  • Behandlung eigener Ausbildungsfälle: Ihre Ausbildungsfälle therapieren Sie vor Ort (z.B. in Ihren Praxisräumen oder in einer Schule) und planen so erstmals eine eigene Therapie, in der Sie das erlernte Wissen anwenden. Dabei erhalten Sie kompetente Anleitung und Betreuung im Rahmen der Supervision. Durch die systematisch aufgebauten Therapiekonzepte, die Sie während des Theorieteils an die Hand bekommen, können Sie sich hierbei kompetent und sicher fühlen. Die Ausbildungsfälle sollten eine Diagnose bzw. ein schulpsychologisches Attest haben (vom Kinder- und Jugendpsychiater oder Schulpsychologen).
  • Schriftliche Dokumentation der Behandlungsfälle: Der Verlauf Ihrer Therapien wird schriftlich in Verlaufsdokumentationen festgehalten. Hierfür erhalten Sie ein detailliertes Schema mit Anregungen zum Inhalt. Mit Ihren Verlaufsdokumentationen zeigen Sie, dass Sie eine Therapie von der Diagnose über die Therapieplanung bis zum Abschluss kompetent und gewissenhaft planen und umsetzen können.
  • Abschluss-Kolloquium: Nach Abschluss aller Behandlungsfälle und Abgabe Ihrer Verlaufsdokumentationen werden Sie zum Abschluss-Kolloquium zugelassen. Den Termin hierfür stimmen Sie individuell mit der Ausbildungsleitung ab.

Der praktische Teil erstreckt sich auf etwa 12 – 18 Monate, in Abhängigkeit davon, wie rasch die eigenen Ausbildungsfälle abgeschlossen werden können.

Die Anzahl der Stunden in den jeweiligen Weiterbildungsmodalitäten finden Sie hier:

 Weiterbildung Ausbildungsfälle Supervisionsstunden   Hospitationsstunden
 Dyslexie Kompakt

3  *

 50  20
 Dyskalkulie Kompakt

3 **

 50  20
 Kombinations-Weiterbildung

2 Legasthenie * und 
2 Dyskalkulie **

 70  30

Dyslexie Aufbau

2 Legasthenie * 23 10

Dyskalkulie Aufbau

2 Dyskalkulie **

23 10

 

* Legasthenie je 40 Behandlungsstunden
** Dyskalkulie je 30 
Behandlungsstunden

   

 

Anmeldung und Kosten

Anmeldung

Gerne beraten wir Sie bei allen Fragen rund um Ihre Weiterbildung.

Hier finden Sie das Anmeldeformular und das Merkblatt für die BVL-Weiterbildungen. 

Bitte senden Sie uns mit Ihrer Anmeldung Ihre Ausbildungsnachweise (Studienurkunden, etc.) und einen tabellarischen Lebenslauf zu.  

 

Kosten

Hier finden Sie die Kostenstruktur der BVL-zertifizierten Weiterbildungen im Überblick.

 
  Seminare, Supervision und praktische Begleitung Seminar-Ordner Prüfungs-Gebühren  
Dyslexie Kompakt

3535 Euro

davon Theorieteil 2285 Euro
Praktischer Teil 1250 Euro

 

85 Euro 210 Euro
Dyskalkulie Kompakt

3655 Euro

davon Theorieteil 2405 Euro
Praktischer Teil 1250 Euro

 

85 Euro 210 Euro
Kombi-Weiterbildung

4935 Euro

davon Theorieteil 3245 Euro
Praktischer Teil 1690 Euro

 

130 Euro 260 Euro
Dyslexie
Aufbau

2150 Euro *

davon Theorieteil 1530 Euro
Praktischer Teil 620 Euro

 

55 Euro 190 Euro
Dyskalkulie Aufbau

2270 Euro *

davon Theorieteil 1650 Euro
Praktischer Teil 620 Euro

55 Euro 190 Euro
 

* bei Absolventen unserer Wege für Kinder-Kurse sind die Kosten ggf. etwas niedriger, bitte fragen Sie bei uns nach.

   

Auf Anfrage gewähren wir Ihnen die Möglichkeit einer Ratenzahlung. Bitte sprechen Sie uns darauf an.


Die Anmeldeformular finden Sie hier. Gerne beraten wir Sie zu allen Fragen.

Wir laden Sie sehr herzlich zu unserem Informationsabend ein, an dem Sie mich und unsere Räumlichkeiten persönlich kennen lernen können, alle weiteren Informationen erhalten und alle Ihre Fragen stellen können.

Wir bitten Sie um eine kurze Anmeldung und freuen uns auf Sie!